BalgKlang

Martin Hofer

Redakteur bei BalgKlang

Über mich

Ich bin 44, arbeite als Senior DevOps Engineer in München-Giesing und bin kein Musiker. Das Akkordeon liegt seit zwei Jahren auf einem abgewetzten Ledersessel neben dem Fenster meines Arbeitszimmers. Gekommen ist es durch Erbschaft: eine Hohner Concerto II, Baujahr 1964, zwanzig Jahre unberührt im Keller meines Großvaters in Augsburg. Der Plan war, sie restaurieren zu lassen und weiterzugeben.

An einem Samstagabend, bevor der Restaurierungstermin gemacht war, habe ich die drei noch funktionierenden Bässe ausprobiert. Danach war der Plan erledigt. In der Schule hatte ich Blockflöte und wieder aufgehört. Notenkenntnisse: keine. Musikalischen Hintergrund: keinen.

Was ich mitbringe, ist die Arbeitsweise aus dem IT-Bereich: Kriterien vor dem Test festlegen, Beobachtungen schriftlich sichern, Abbruchbedingungen definieren. Mein Kollege Klaus Bünger, der selbst null musikalisches Interesse hat, fragte beim Mittagstisch nach meiner Kursübersicht und meinte, das klinge wie ein systematisches Review-Verfahren. Er hatte recht.

In 18 Monaten habe ich sieben Online-Akkordeonkurse ausprobiert. Drei habe ich nach zwei Wochen abgebrochen, weil Struktur oder Support nicht das geliefert hatten, was die Kursseite beschrieb. Vier habe ich bis zum Schluss durchgezogen. Alle sieben stehen in meiner Testübersicht mit ungefähren Preisrahmen, Lektionsanzahl, Supportreaktion und dem Zeitraum bis zur ersten vollständigen Melodie mit Bassbegleitung.

Meine Nachbarin Friederike Nagel, eine Etage tiefer, hat sich nie über den Übungslärm beschwert. Einmal klopfte sie an, um ein Stück nochmal zu hören. Ob das ein gutes Zeichen für den Lernfortschritt oder nur Freundlichkeit war, lasse ich offen.

Beiträge von Martin Hofer

Offenlegung

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